Citytec Bau GmbH, Hochbau Berlin, Bauhauptleistungen Falkensee
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Kleine Sachkunde Estrich

Der Begriff Estrich stammt aus dem latainischen "astracum" was soviel wie Pflaster bedeutet. Die meisten Menschen kennen zwar den Begriff Estrich, können sich aber wenig unter diesem Begriff vorstellen. Ein Estrich wird auch allgemein als nutzbarer Boden bezeichnet. Er besteht in der Regel aus Sand und den sogenannten Zuschlagstoffen wie Wasser und Zement.

Der Estrich wird auf Trennlagen oder Dämmstoffen meistens in Wohngebäuden eingebracht. Es ist auch möglich sogenannte Verbundestriche herzustellen wenn kein Trittschal oder Dämmungen 

erforderlich sind. Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Estrichen

die sich jeweils nach dem Verwendungszweck und den Zuschlagstoffen unterscheiden. Ein Estrich wird immer relativ Planeben hergestellt um für anschließende Gewerke zur Verfügung zu stehen.

Nachfolgend werden wir Ihnen die verschiedensten Estricharten im Detail vorstellen, damit Sie die entsprechende Entscheidung für Ihren Estrich treffen können.

 

 

Estrich Arten: 

 

Zement Estrich:

 

Der Zement Estrich ist der bekannteste und zugleich das am meisten hergestellte Betongemisch. Er besteht wie zuvor erwähnt aus Sand mit einer Korngröße bis 8 mm und den Zuschlagstoffen Zement und Wasser.

Das Mischungsverhältnis wird mit 3 : 1 angegeben. Das bedeutet drei Teile Sand und einen Teil Zement. Das zugeführte Wasser wird je nach Konsistenz bedarfsgerecht ermittelt.

Alle Estricharten werden in der deutschen DIN 18560

mit all Ihren Bestandteilen genauestens beschrieben.

Der Estrich wird in sogenannten Festigkeitsklassen von

ZE 12 bis ZE 65 eingeteilt. Die jeweilige Festigkeit wird durch unterschiedliche Korngrößen und Zementbeigaben erreicht.

Die Festigkeit wird in N/mm² (Newton pro quadratmillimeter)

angegeben. Seit einigen Jahren hat die EU verbindlich für alle europäischen Länder neue Normen für Estriche festgelegt. Folgedessen verliert die alte deutsche DIN Norm 18560 

durch Einführung der Euronorm DIN EN 13813 Ihre Bedeutung.

Die DIN EN 13813 beschreibt bedeutend mehr Estricharten und Materialkennwerte als unsere deutsche DIN Norm. 

Nach der neuen Euronorm wird die Druckfestigkeit mit  C 5 - C 80

und die Biegezugfestigkeit mit  F 1 - F 50 angegeben.

Der bekannteste Zementestrich ZE 20 wird als Beispiel demzufolge ersetzt durch den CT- (Cementitious screed) C 25-F4 wobei die 25 für die Druckfestigkeit in N/mm²  und die Bezeichnung F4 für die Biegezugfestigkeit in N/mm² steht. Bei der alten DIN Norm floß die Biegezugfestigkeit in die ZE Kennzeichnung mit ein.

Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe von neuen Produktkennwerten zur Kennzeichnung der unterschiedlichsten Estriche.

Ein Estrich hat eine Mindeststärke von 45 mm und darf nur in Ausnahmenfällen unter Zuhilfenahme weiterer Zuschlagstoffe wie Kunstharz oder Polymerfasern verringert werden. Dies betrifft in der Regel meistens Heizestriche oder Wohnbereiche , welche aufgrund ihrer geringen Aufbauhöhen eine verringerte Estrichstärke erfordern.

Man sollte also schon im Vorfeld bei der Planung die Aufbauhöhen,

auch bei Heizestrichen, zur Einhaltung der 45 mm Überdeckung genauestens berücksichtigen. 

Der Zementestrich ist aufgrund seiner hervorragenden Eigenschaften bereits nach 3 Tagen begehbar und nach 14 Tagen belastbar. Seine Grundfestigkeit hat der Estrich nach 28 Tagen erreicht. Estrich sollte generell nur bis +5° C verarbeitet werden.

Tiefere Temperaturen und Zugluft entziehen dem Estrich die

benötigte Abbindefeuchtigkeit. Dadurch kann es zur vermehrten Riß- oder Schüsselbildung kommen. Dies kann auch gravierende Nachteile für die Einhaltung der Ebenheitstoleranzen nach DIN 18202 nach sich ziehen.

Bei der Verlegung eines Zementestrichs müssen vorhandene Gebäudefugen und Raumübergänge als Dehnfugen ausgebildet werden, wobei die Maximalfläche von 36 m² nicht überschritten werden darf.

 

Wir als Fachfirma beraten Sie selbstverständlich über die 

vielfältigsten Möglichkeiten eines Estrichs.

 

Verbund-Estrich:

 

Bei Industrie- oder Objektbauten wird meist auf Trennlagen aufgrund der erhöhten Verkehrslast verzichtet und ein sogenannter Verbundestrich hergestellt. Dies bedeutet, dass der Estrich durch Haftgrundierungen mit dem darunter liegenden Betonboden verbunden wird. Ein Verbundestrich findet immer dort Anwendung

wo auf bestehenden Rohdecken oder Rohbetonflächen eine planebene Fläche erziehlt werden soll. Bei Flächen die einer großen Verkehrslast  standhalten müssen ist generell ein Verbundestrich mit einer erhöhten Festigkeit einzubauen.

Auch in Bädern wo man oftmals ein Gefälle haben muß, ist es ratsam

einen Verbundestrich als Gefälleestrich zu verlegen.

Dies gilt aber nur in Bereichen wo keine Trittschalldämmung gefordert und die baulichen Maßnahmen dies zulassen. Ansonsten gilt auch hier, ein Gefälle in einen normalen Estrich herzustellen.

 

Schwimmender Estrich:

 

Vom schwimmenden Estrich spricht man, wenn ein Estrich auf Dämmstoffplatten aus Styropor oder Styrodur verlegt werden soll.

Durch die zusätzliche Anbringung von Randdämmstreifen hat die erzeugte Fläche keinen direkten Kontakt mit dem

umgebenen Baukörper.

In Wohnbereichen und Büros wo keine großen Verkehrslasten gefordert werden, wird der Estrich generell auf Trennlagen und Dämmstoffen mit entsprechenden Randdämmstreifen verlegt.

Dadurch wird eine sehr hohe Trittschalldämmung erreicht ,die zu einer verbesserten  Wohnqualität beiträgt.

Mit den unterschiedlichen Dämmstoffdicken kann man die geforderte Gesamtaufbauhöhe genauestens herstellen. Da der Estrich eine relativ feuchte Konsistenz aufweist muß die Dämmstoffebene immer mit PE Folien getrennt werden. Dies verhindert, dass beim verlegen des Estrichs Wasser unter den Dämmstoff kommt und sich somit Feuchteschäden und Schimmel bilden kann.

Wie schon in der Einleitung erwähnt richtet sich der komplette Aufbau nach den vom Planer festgelegten Aufbauhöhen.

Lediglich die Überdeckung von 45 mm darf nicht reduziert werden.

Da der Estrich eine geriebene oder geglättete Oberfläche besitzt, eignet er sich vorzüglich für die Belegung mit allen anderen Werkstoffen. Lediglich der Feuchtegehalt sollte von den nachfolgenden Gewerken kontrolliert werden.

Ein keramischer Belag verträgt logischerweise mehr

Feuchte als ein Parkett- oder Laminatbelag.

 

 

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